Wie Sie bereits gelernt haben, gibt es „die eine“ Art von Lebensmittelmotten nicht. In Deutschland sind es hauptsächlich drei relevante Arten, die in der Küche die Vorräte befallen.

Deutsche Vorratsmotten

Die Dörrobstmotte

Die Dörrobstmotte hat eine Köperlänge von 5-10 Millimeter. Die Flügelfärbung ist zweiteilig. Ein Teil hellgrau bis gräulich gelb und der andere Teil rötlich. Die erwachsene Dörrobstmotte lebt in der Regel nur 10-14 Tage und nimmt keinerlei Nahrung zu sich. Dennoch geht von ihr eine Gefahr aus, da sich ein befruchtetes Weibchen weiter vermehren und eine komplette Generation neuer Motten erschaffen kann, wenn es seine Eier ablegt.
Aus den abgelegten Eiern (bis zu 500 Stück pro Weibchen) schlüpfen nach 3-4 Tagen die Larven/Raupen der Dörrobstmotte. Diese häuten sich zwischen 3 und 5 Mal, bevor sie sich verpuppen. Die Raupe kann eine Länge von bis zu 17 mm erreichen.

Vor der Verpuppung ernähren sie sich von Getreideprodukten, Hülsenfrüchten, Schokolade, Kaffee und Kakao, Nudeln, Gewürzen, Tee, Tierfutter und vielem mehr. Die Verpuppung findet in der Regel dann außer Reichweite der Lebensmittel statt.

Die Mehlmotte

Die Mehlmotte ist die größte Lebensmittelmotte und 10-15 mm lang. Die Spannweite beträgt 20-25 mm und die Flügel sind von silbrig-grauer Farbe. Die zwei gezackten Quelinien auf den Flügeln und die kleinen schwarzen Punkte sind sehr markant.

Die Mehlmotte kommt in Mitteleuropa nicht im Freien vor, sondern wird praktisch immer durch infizierte Lebensmittel bzw. Vorräte in die Wohnung /das Haus eingeschleppt. Das bedeutet, dass sie nur äußerst selten durch Freiflug in die Wohnung eindringt, so zum Beispiel bei benachbarten Wohnungen, wenn Fenster offen stehen.

Die Mehlmotte ernährt sich hauptsächlich von Getreide, daher auch der Name. Aber auch Teigwaren, getrocknetes Obst und Gemüse können von ihr befallen werden.

Der Mehlzünsler

Der Mehlzünsler kommt nicht so häufig als Schädling vor, wie die Dörrobstmotte. Er hat eine Spannweite von 20-30 mm und wird zwischen 8 und 14 mm lang. Er ist eine der wenigen Mottenarten, die hübsch anzusehen sind. Die vorderen Flügel weisen eine bräunlich-violette Farbe und mittig ein ockergelbes Band auf. Die hinteren Flügel sind gräulich mit zwei Querlinien.

Der Mehlzünsler kommt in Deutschland im Freien vorhäufig in der Umgebung von Mühlen, Getreidelagern, Bäckereien, Ställen usw, da die Larven eine feuchte und warme Umgebung bevorzugen.

Die Larve dieses Zünslers ernährt sich hauptsächlich von Körnern, Kornprodukten, Mehlprodukten und Mehl.

Für weiterführende Informationen empfehlen wir Wikipedia und die Seiten des Umweltbundesamtes.

Übrigens: Auf dieser Seite finden Sie wertvolle Tipps bei einer Fruchtfliegenplage.